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Trennung auf der Straße von Prato ereignet hatte; ſie ſagten ihm ferner, daß ſie Laudomia in Monte Murrlo, un⸗ ter Obhut des Pfarrers und Selvaggias verlaſſen hätten, wo Schwäche und Krankheit ſie ſo darnieder geworfen hatte, daß ſie ſich nicht bewegen konnte; trotzdem habe ſie durchaus verlangt, daß ſie ſich ſogleich nach Florenz be⸗ geben ſollten, um jedes Mittel zur Rettung des Vaters zu verſuchen, und nun war die Reihe an Niccolo ſich ſei⸗ nerſeits zu verwundern, daß menſchliche Verruchtheit ſo weit gehen könne und daß er ſich auf einen Schurken wie Troilo ſich ſo ſehr habe verlaſſen konnen.
„Gott wollte uns züchtigen und hatte uns die Augen geblendet und uns die Vernunft benommen. Quos vult perdere dementat. Auch hierin ſpreche ich:„Fiat vo- luntas tua.“ Nun bringt meinen Töchtern, Laudomia, dem Engel meines armen Hauſes, meinen Segen, und Liſa meine Verzeihung. So möge Gott vergeſſen, was ſie gethan hat! Sorgt für die arme Verlaſſene und tröſtet ſie, denn der ſchändliche Betrug, durch welchen ſie getäuſcht wurde, befleckt nicht ſie, das Opfer, ſondern er befleckt und ſchändet den Urheber. Danket Fanfulla, Bozza, Deinem Bedienten, die aus Liebe zu mir ſich in eine ſolche ver⸗ zweifelte Gefahr ſtürzen wollten. Gott lohne und ſegne Euch Alle!„
Hier entſtand an der Thüre ein kleines Geräuſch, die beiden Jünglinge drehten ſich um und Niccolo endete ſeinen Satz nicht. Sie ſahen, wie Bozza ſich mit irgend Je⸗ mand, der außen ſtand, unterredete, dann näherte er ſich und ſagte: „Hier iſt der Bruder Benedettv von S. Marco mit Me. Liſa.“
„O Gott des Himmels,“ ſagte Niccolo, in der leb⸗ hafteſten Freude,„womit habe ich einen ſolchen Troſt verdient?“
Es war wirklich der größte, der ihm noch werden konnte.


