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ſer, wie die Engelsburg bei der Plündrung von Rom.. Und den will Herr Baccio lebendig in die Hände be⸗ kommen? Er wird ſchlecht wegkommen!“
Gegen das Ende dieſes Selbſtgeſprächs hatte der Verräther angefangen zu gähnen und ſich zu ſtrecken, denn der Schlaf machte endlich ſeine Rechte geltend; noch einige Minuten überdachte er ſeine Plane Be⸗ treffs Lauvomia's(denn obgleich es uns ſchmerzen muß, ihr reines Bild in der Seele dieſes Elenden wiederzufinden, ſo blitzen ja auch die Stralen der Sonne aus der ſchmutzigſten Lache zurück, ohne befleckt zu werden), dann neigte er ſich auf ſeine Kiſſen und ſank bald in tiefen Schlaf.
Kurz darauf, eine Stunde vor dem Morgengrauen, erhob ſich Niccolo, der, wie es bei Greiſen gewöhnlich iſt, einen ſehr kurzen Schlaf hatte. Dieß war in jener Nacht beſonders der Fall, da er die Unbehaglichkeit, Troilo in ſeinem Hauſe zu haben, nicht ganz überwin⸗ den konnte. Dieſer Gedanke erfüllte ihn mit tauſend Sorgen, deren Grund er ſich nicht zu erklären vermochte, ſo ſehr er demſelben auch nachſann. Jeder ſeiner Ver⸗ dachtsgründe war an ſich unerheblich, aber alle zuſam⸗ men genommen ſchienen wichtig genug, um ihn nach⸗ denklich zu machen. Seine Wiedervestinigung mit Liſa, ſeine Rückkehr nach Florenz und ſein Uebertritt zur Volkspartei waren auf eine Weiſe bewerkſielligt worden, die keinem Mißtrauen Raum gab; aber ſo fein und ſchlau ein Schurke auch ſein mag, ſo wird er doch immer ein unauslöſchliches Brandmal an der Stirne tragen, durch das er ſich verräth,(Gott ſei Lob und Dank dafür!) und ſo viele Mühe der Betrug ſich auch geben mag unter dem Gewande der Wahrheit und Offenheit ſich zu verbergen, ſo verbreitet er doch immer,(man vergebe mir den Ausdruck) einen leichten Peſtgeruch, woran er ſich erkennen läßt. Aber es hilft nicht viel; denn die Rechtſchaffenen geben dieſen An⸗ zeichen kein Gewicht, aus Furcht, ſich zu täuſchen und


