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gen; Alle aber waren der Meinung, daß er die Straſe der Achterklärung verdient habe.
Dieſe allgemeine Bewegung bot Troilo die er⸗ wünſchte Gelegenheit dar, den Meſſer Benedetto de' Nobili unter der Menge herauszufinden und ſich ihm unbemerkt nähern zu können.
„Es wird morgen regnen,“ ſprach er, zu ihm tre⸗ tend, indem er den Himmel zu betrachten ſchien.— Benedetto kehrte ſich raſch um, als er das verabredete Loſungswort vernahm, und erkannte überraſcht den erwarieten Troilo, den er ſchnell bei Seite zog und ihm zuflüſterte:
„Wir dürfen hier nicht mit einander reden„ Laß Dich in die Brüderſchaft der Buca di St. Giro⸗ lamo aufnehmen.... dort werde ich jeden Sonn⸗ abend und an den Vorabenden der Feſte mit Dir zu⸗ ſammentreffen.— Da wir Alle dort das Geſicht mit der Kappe bedeckt tragen, ſo wirſt Du mich daran er⸗ kennen, daß ich mit der bloßen Hand das Zeichen des Kreuzes mache und dreimal huſte, während ich den Handſchuh wieder anziehe. Ich werde Dich erkennen, ſobald Du zu mir ſagſt: es iſt kalt.— Zetzt verlaſſe mich, und wenn wir uns wieder an einem öffentlichen Orte begegnen ſollten, ſo thue, als ob Du mich nicht kennteſt.“
Troilo überreichte ihm ſtatt der Antwort den Brief Baccio's und verlor ſich ſchnell unter der Menge.
Begierig, den Inhalt zu erfahren, kehrte Benedetto ſogleich in ſeine Wohnung zurück, wo er ſich in ſein Arbeitszimmer verſchloß und das Schreiben öffnete. Es enthielt die Warnung, auf den leichtfinnigen Troilo ein wachſames Auge zu haben, nebſt der Anweiſung hinſichtlich der zur Förderung des Unternehmens zu ergreifenden Maßregeln, und ſchloß mit den Worten: Wenn die Stadt in unſere Hände fällt, was früher oder ſpäter unausbleiblich geſchehen wird, ſo überlaſſe ich es Euch, vafür zu ſorgen, daß ſich Riccolo unſerer


