Neunzehntes Kapitel.
Während dieſer ſtrengen Worte, welche mit auſ⸗ geregter Stimme und flammenden Augen unaufhaltſam ausgeſtoßen wurden, hatte Bindo vergeblich verſucht, eine Sylbe hervorzubringen. Sich von dem einzigen Menſchen, dem er nicht mit dem Stahl antworten konnte, einen Feigling nennen zu hören, das kam dem Jüngling ganz außerordentlich ſchmerzlich und unerträglich vor. Daher hob er das Geſicht kühn empor und ſagte:
„Den Mann, welchen Ihr einen Verräther nennt, der uns beleidigt hat, zu tödten, ging ich ohne andere Begleitung, als mein Schwert, mitten unter die Feinde. Ich kann geirrt haben, daß ich Euch nicht um Erlaub⸗ niß erſuchte, aber es war, glaub' ich, dennoch nicht die Handlung eines Feiglings. Als er kam, mich aus dem Gefängniß zu befreien, ſchlief ich. Unverſehens aufge⸗ weckt, erkannte ich ihn nicht gleich. Ich ging hinaus, traf Liſa und erfuhr von ihr, daß Troilo, zur Erkennt⸗ niß gekommen, ſich anſchicke, mit uns zu gehen und von nun an für die Freiheit für Florenz zu kämyfen
„Troilo in Florenz?“ fragte Niccolo mit großer Verwunderung.
„Er iſt mit uns hieher zurückgekehrt, hat ſein Un⸗ recht eingeſehen und nun keinen andern Wunſch, als ſich als ein guter Bürger zu zeigen, ſich von den Fle⸗


