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Sklavinnen ſind, welche mit Schande bedeckt und mit Hohn verachtet werden. Die ſchwarzen Skla⸗ vinnen, welche ihren Leib von der Sonne dürren, von der Peitſche zerfleiſchen laſſen müſſen, die ſind nicht halb ſo troſtlos daran wie wir, die wir ver⸗ kauft, verführt und verrathen werden, und dann mit Haß, Schmerz, Wehmuth und Verzweiflung in der Bruſt, mit geſchminkten Wangen und bleichen Lippen jeden Rohen und Garſtigen anlächeln müſſen!
Eine große, helle Thräne floß über Eliſen's bleiche Wange.
— Bei Gott! ſagte Martin, wenn ich Dir helfen könnte.
— Du haſt mich lieb? fragte Eliſe kaum ver⸗ nehmbar.
Martin drückte verſtört ihre Hand und that als hätte er nichts gehört.
— Ich will doch auch einmal die Alte ſehen und fragen ob ihre Wunde ſie ſchmerzt. Nicht wahr, die Deinige ſchmerzt auch?
— Wenn Du bei mir biſt— nicht— verſetzte Eliſe zärtlich, während ihre jugendliche Bruſt un⸗ ruhig wallte.
Martin ging hinaus.— Ich bin ſogleich wieder bei Dir— ſagte er und wandte ſich mit einem lebhaften Blick noch einmal bei der Thüre um.—


