Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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Was Du willſt moraliſiren? Gut, ich betrüge, und Du was willſt Du wohl machen, wenn ich nicht betrüge, wenn ich meinen Mann und Schwiegervater nicht täuſche? Albernes Ding, thue ich es nicht zu Deinem Beſten? Lade ich nicht die ganze ſchimpfliche Laſt auf mich allein? Wie würdeſt Du Dich je verheirathen können, was würde es für Geträtſche in der Stadt geben wenn Pfui, ich mag gar nicht daran denken, ſolche erzdumme Streiche zu machen. Was ich klug ausgedacht habe, dahinter ſuchſt und ſiehſt Du etwas? Na, das hört man dir an, daß Du noch ein unſchuldiges Ding biſt, das von der großen Welt und was darin alle Tage vorgeht, nichts weiß. Werde zwei Jahre älter, und Du ſollſt andere Dinge hören. Gehört mir das Erbtheil nicht von Rechtswegen zu, was kann ich davor, daß das natürliche Band nicht feſter geknüpft iſt? Alſo

Ach, ja, liebe Guſte, ich begreife, Du biſt unſchuldig

. So unſchuldig wie Du. Nun ſchweig und laß uns ſchlafen. Morgen reiſeſt Du ab nach dem Hanoverſchen auf die Kammer. Wir können gelegentlich weiter mit einander plaudern, wenn ich die Vorkehrungen getroffen habe. Nun