Teil eines Werkes 
2. Bd. (1845)
Entstehung
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Wie hübſch iſt die ſchmale Ausſicht von der Bank im Grunde bis zu dem freilich nahen, jen⸗ ſeitigen Ufer des Stadtgrabens! Man findet hier mitunter alle Erforderniſſe zu einem reizenden Land⸗ ſchaftsgemälde beieinander. Eſchen und Linden er⸗ heben ſich drüben an der Abdachung ſtufenweiſe übereinander und verleihen, ſo weit ſie ſich im Waſſer ſpiegeln, dieſem durch ihre dunklen Laubkronen auch einen tieferen Schein. Mehr dieſſeits aber bleibt Raum genug für das Silbergefunkel der Sonne und die hellgrünen Gebüſche, die ſich hier mit hei⸗ terem Behagen im Spiegel ſehen. Angler ſtehen dort am Rande, ein Hund, vielleicht auch ein faul⸗ lenzender Schmarotzer, ruht nicht weit davon entfernt an einem Baumſtamm. Hier zieht ein Schwarm Enten durch das Schilf und Ufergras, und ſucht ſchnatternd, bald den grünſchimmernden Kopf, bald die gelben Füße in die Höhe reckend, ſein Futter. Dampf raſſeln am Thore die Wagen vorüber und ferner und ferner tragen die Lüfte das Geräuſch von den Straßen und Markplätzen herüber. Auf der Bank ſitzt diesmal nur ein ſtiller blonder Menſch und ſinnt, vielleicht daß er über die Zu⸗ kunft ſeines Ruhmes nachdenkt. Vor ihm über laufen und ſcherzen drei kleine Mädchen: Die Eine iſt blond, die Andere hellbraun, die Dritte