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Erzählungen und belehrende Unterhaltungen aus der Länder- und Völkerkunde, aus der Naturgeschichte, Physik und Technologie : ein Geschenk für die Jugend / von Leopold Chimani
Entstehung
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Perlenfiſcherey einigen Nutzen ziehen. Einige ſon⸗ dern die Perlen nach ihrer Groͤße ab, ſie haben zu dem Ende kupferne Platten mit Loͤchern von verſchiedener Groͤße. Alle Perlen, die in das naͤhmliche Loch paſſen, werden zuſammengelegt; anderer wiegen ſie, um ſie auf der Stelle zu ver⸗ kaufen; noch andere bohren ſie. Dieſes Letztere geſchieht nicht bey den birnfoͤrmigen Perlena, die mehrentheils als Ohrgehänge gefaßt werden, auch nicht bey den ganz kleinen, die zu Stickereyen ge⸗ braucht werden, ſondern nur bey denjenigen, die wegen ihrer Groͤße und runden Form würdig ſind, auf Schnüre gereihet zu werden, um zu Hals oder Armbaͤndern zu dienen. Waͤhrend des Bohrens werden die Perlen auf einem Tiſch in Loͤ⸗ cher gedruͤckt, und zugleich beſtaͤndig angefeuchtet. Es gehoͤrt keine kleine Geſchicklichkeit dazu, dieſe kleine Kugel genau durch ihre Mitte zu bohren.

Ehe die Nuſcheln geöffnet werden, müſſen ſie im Schatten liegen, bis das Thier ſtirbt, welches etwa 24 Stunden erfordert.

Die Perlen werden entweder in verſchloſſenen Muſcheln, wie die Katze im Sack, verkauft, oder der Eigenthümer öffnet die Muſcheln ſelbſt, um zu ſehen, wie reich ſein Fang war. Bettler kaufen oft um etwas Geringes verſchloſſene Muſcheln und es iſt ſchon oft geſchehen, daß ſie durch ſo einen Kauf plöͤtzlich reich wurden. Vor einigen Jahren

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