Teil eines Werkes 
1. Th. (1822)
Entstehung
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ſicher der Rettung des ſuͤßen Weibes, eilte ſie im Triumph davon.

Etwas ſorgfaͤltiger ſich ankleidend, und mit kaltem Blut ausgeruͤſtet, gieng nun Lippold zum Pfoͤrtner hinunter, und erzaͤhlte ihm in chrono⸗

logiſcher Ordnung den Verlauf der Dinge, wurde

auch, treuherzig, wie er war, nicht ungeduldig, wenn der ſchlaue Alte, blos um ihn hinzuhalten, unter dem Vorwande, er habe nicht recht ver⸗ ſtanden, hie und da ſich einen Umſtand noch ein⸗ mahl erzaͤhlen ließ. Schon daͤmmerte der Mor⸗ gen, und fernes Geraſſel und Gewieher verkuͤn⸗ dete dem feinen Ohr des Pfoͤrtners die Ankunft der Laſtwagen Ricciardetto's. Das haͤttet ihr mir eher berichten ſollen, ſprach er nun; nur gemach! ich bin nun gleich da! und langſam zog er ſich an, indeß Lippold vor Ungeduld ver⸗ gieng. Der Laͤrm von der Heerſtraße kam naͤher. Ja, das iſt unſer Brauner! rief Mar⸗ tin, nun kann ich die Pforte oͤffnen! Er kam, ſchloß und riegelte auf, hob die ſchweren Eiſen⸗ ſtangen weg, und mit einem Satz war Lippold