Teil eines Werkes 
1. Th. (1822)
Entstehung
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Ei, Deutſcher! Deutſcher! rief Severino, der ihr nur der Wiſſenſchaft, und dem Anden⸗ ken des ſeligen Dorchens leben wollet, wo ſind Eure Vorſaͤtze hin? Davon haſt Du mir nichts geſagt! fuhr, ſich verrathend, Dorina auf, und der Alte ſiel ein: ſtehn die Sachen ſo, und wollt ihr, Lippold, der Lebenden beßre Treue halten, als der Todten, dabei fleißig ſeyn, und etwas vor Euch bringen, ſone die Liebenden ließen ihn nicht ausreden, ſie verſtegelten den Mund des Vaters um die Wette mit Kuͤſſen⸗ und die ſtille, kleine Huͤtte war zum Paradieſe umgewandelt, durch Hoffnung und ſuͤße Liebe.

Lippold nahm in einem Kaͤmmerlein ſein Lager auf ſorglich ausgebreiteter Haide, mit Moos uͤberdeckt, und wickelte ſich feſt in ſeinen Mantel ein. Am Morgen kredenzte ihm Do⸗ rina die Fruͤhſtuͤcksmilch mit Blick, Laͤcheln und Luſt der Liebe, zwei ſelige Stunden noch wurden verplaudert und vertaͤndelt, dann mußte der Juͤngling nach Neapel zuruͤck, da⸗ mit bei den Mitſtudierenden ſeine Abweſen⸗ heit kein Auffehn errege. Wie ſchnell folgte nun Regen auf den Sonnenſchein beſeligter Liebe! Dorina weinte, Lippold zerdruͤckte die