Der Marauis kannte die Familie nur dem Namen nach, und wußte, daß ſie bedeutende
Güter beſaß; gern ertheilte er die Erlaubniß. Am dritten Abend kam Karl nicht zurück; der vierte und fünfte Tag verging, ohne daß man irgend eine Nachricht oder einen Brief von ihm erhielt. Seine Eltern waren in der größ⸗ ten Unruhe. Der Marquis ließ ſich endlich
ein Pferd ſatteln, und wollte ſelbſt zum Ba⸗
ron Dorſan, da erbot ſich Friedrich, in der feſten Ueberzeugung, daß Karl nicht dort zu
ſinden war(denn er kannte ſein wüſtes Le⸗ ben), ihn ſelbſt aufzuſuchen, und verſprach,
den Grafen zurückzubringen. Der Marquis willigte Anfangs nicht ein; er ſelbſt wollte ihn aufſuchen unter ſeinen verworfnen Ge⸗ fährten, und mit ſtrafender Rede ihn zarück⸗ führen von ſeinen Verirrungen. Frau von Blainmore, die oft im Stillen ihrem Sohn
Vorwürfe gemacht über ſein Betragen, hoffte


