Teil eines Werkes 
3. Bdchn (1826)
Entstehung
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Herr von Blainmore war Witwer und zu ſeinem großen Kummer kinderlos, weshalb er in ſeinem fünfundvierzigſten Jahr den Entſchluß faßte, ſich wieder zu vermählen. Er warf ſeine Blicke auf die Gräfin Saint⸗ Julien; dieſe hatte kaum die Trauer um ei⸗ nen Gatten, den ſie anbetete, abgelegt, ſo 3 dachte ſie auch ſchon, gleich dem Marquis, daß der Witwenſtand nicht für ſie gehöre.

Die Gräfin hatte wenig Vermögen, war

aber ſchön; ſie gab ſich dreißig Jahr, und vergaß dabei nur fünf bis ſechs zu nennen.

Herr von Blainmore gefiel ihr; ſie hörte auf, um den Verſtorbnen zu ſeufzen, und ſprach

endlich am Fuß des Altars das Ja aus, das

um zweiten Mal ihr Geſchick an das eines 3 5

nünftig durch ſein Alter, hatte keine Freude mehr in den rauſchenden Vergnügungen der großen Welt und zog ſich auf eines der Gü⸗

Gemals feſſelte. Das glückliche Paar, ver⸗

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