Teil eines Werkes 
2. Bdchn (1826)
Entstehung
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Die liebenswürdige Reiſende kam ohne Unfall bei ihrem Oheim an. Dieſer empfing ſie mit der größten Zärtlichkeit. Kaum hatte ſie ſich aber von der Reiſe erholt, ſo eröff⸗ nete er ihr, daß er den Plau habe, ſie mit

dem Oberſt⸗Lieutenant Seipion, mit dem ſie den Tag nach ihrer Ankunft geſpeiſt hatte, zu verheirathen. Dieſer Kriegsmann war erſt neun und ſechzig Jahr alt, trug eine fuchs⸗ rothe Perrücke, ging an Krücken; er war ziin Anbrennen mager, hatte eine olivenfarbne

Wangenröthe, dabei eine rieſenhafte Größe, und einen gebeugten Rücken. Ein Auge fehlte ihm, und von dem andern bemerkte man nicht viel, da es von einem grünen Glas, mit eben ſolchem Taffet umgeben, bedeckt war. Seine Naſe war kurz, blüthenreich, die Naſenlöcher weit geöffnet; die Zungenhöhle, mit einem ungeheuren Eingang verſehn, war Witwe von acht und zwanzig Zähnen; und