nur darauf ſinne, ſie dafür zu beſtrafen.
Nein, ich kann nicht glauben, daß dieſe ſtrenge
Tugend ihr von Herzen gehe, und ich würde— mich unendlich freuen, die geheimen Liebes⸗
händel dieſer Frau zu erforſchen.“
„„Wenn es weiter nichts iſt, als dies,
liebſte Fulvia, ſo haſt Du ſehr recht gethan,
Dich an mich deshalb zu wenden, denn ich al⸗
lein kann Dir da helfen, weil ich gewiſſe
Dinge weiß, über die ich noch nie geſprochen,+ welche aber beweiſen, daß ſie ganz anders iſt,
1 als ſie ſcheint.““
Fulvia war entzückt über dieſe Nachricht,
V ergoß ihre heitre Laune in tauſend Scherzen, und fragte endlich, als ſie vom Lachen ſich et— was erholt, ob Adele wirklich wüßte, daß ihre Nachbarin einen Geliebten habe.
„Nichts iſt gewiſſer: Dieſe zurückgezog⸗ ne, ſtrenge, tadelſüchtige Witwe liebt einen recht artigen, wohlgeſtalteten, geiſtreichen jun⸗


