Teil eines Werkes 
2. Bdchn (1826)
Entstehung
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um aber ihrer ſtrengen Tugend nicht entgegen zu handeln, und der Neigung ihres Herzens recht folgen zu können, hielt ſie bei ihrem Eintritt in dieſe Geſellſchaften gewöhnlich lange Reden über Ehre und guten Ruf, und dann zog ſie ohne Mitleid über abweſende und ge⸗ genwärtige Perſonen her; dabei drängte ſie ſich zu allen ſolchen Vergnügungen blos aus der Urſache, um nachher die unſchuldigſten Dinge, die dort vorgefallen, bekritteln zu können.

Alle nun, die den häßlichen Charakter der Madame Armand kannten, flohen und ver⸗ mieden ſie; dadurch war ihnen aber nicht ge⸗ holfen, ſondern gleichmäßig ſchüttete jene ihre beißenden Reden über ſie aus, und ſtand, wenn ſie nicht zu ihren Geſellſchaften gebeten war, ſtundenlang am Fenſter, um auszuſpü⸗ ren, was bei dieſer oder jener vorging. Am ſchonungsloſeſten verfuhr ſie mit Fulvia, de⸗