23⁵ er unter jüngeren Sklaven dahin ſchmachten, deren Gefieder noch glänzend, deren Käppchen noch neu iſt, und die, blind über das Schickſal das ihnen droht, ſeines Elendes und ſeines Ver— falls ſpotten. Blick auf die Geſchichte Frank— reichs, auf die römiſche Geſchichte, blicke auf die heutigen Höfe, auf junge und alte Höflinge. Großmuth. Ich möchte nicht, daß ein Handelsmann großmüthig wäre, er ſey lieber gewiſſenhaft. Ich möchte nicht, daß ein Mann in einem obrigkeitlichen Amte großmüthig wäre, er ſey lieber rechtſchaffen. Noch weniger möch⸗
te ich, daß ein König großmüthig wäre, weil
8
r und ſeine Unterthanen gewöhnlich nur Einen Beutel haben; er ſoll lieber haushälteriſch ſeyn. Dieſer Mylord, jener Graf, Baron, Feldmar⸗ ſchall, Cardinal, müſſen großmüthig ſeyn; und mögen mich ihre Kinder, Erben, Nachkommen verwünſchen, ſo fordre ich ſie doch auf, groß⸗ müthig, mit Anſtand, ohne Gepränge zu geben. Die Großmuth giebt anders wie die Wohlthä⸗ tigkeit, ſie giebt anders wie die Verſchwendung.
Sie berechnet das was ſie giebt, und findet es


