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Honorine von Üserche oder die Gefahr der Systeme : eine Novelle / von dem Abbè de la Tour. Aus d. franz. Manuskript übers. von L. F. Huber
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dauert ſie, und verſucht nicht ſie zu tröſten. Lieb würde mix es ſeyn, wenn der Graf von**, der nach mancherlei Verfolgungen umherirrt, in ihrer Nähe eine Zuflucht ſu⸗ chen ſollte. Er iſt der einzige Landsmann, den ſie mit einigem Vergnügen ſehen könnte. Sie fühlt es ſelbſt ſo gut, daß ſie, um nicht mit den Beſuchen ausgewanderter Franzoſen beläſtigt zu ſeyn, ihre Mutter bewogen hat, ſtatt ihres Namens den Namen des Guts, das ſie bewohnen, anzunehmen. Wenn denn zuweilen die Gräfin von*** den deut⸗ ſchen Namen, den ſie jetzt trägt, radebricht, entfährt ihrer unglücklichen Tochter ein Lä⸗ cheln, das einzige, was man noch auf ihren bleichen, zuckenden Lippen ſchweben ſieht. Bis auf ihren Namen, den ſie nicht lernen konnte, hat ſich übrigens Frau von Üſerche an alles, was ſie umgiebt, recht gut ge⸗

wöhnt. Sie ſpielt, ſchwatzt, macht eine ſorg⸗