192 der Marquis, daß die Heirath nicht vollzo⸗ gen worden war.— Hätte man dieſe Hei⸗ rath nicht für null erklären können?— Viel⸗ leicht.— Warum verſuchten Sie das nicht?— Ich hätte, auch wenn ich es gewollt hätte, Ihre Mutter nicht heirathen, noch einem, während daß eine andre Ehe galt, empfang⸗
nen Kinde einen Stand geben können.—
Den Tag darauf fiel ihr dieſe Unterredung
wieder bei, und ſie knüpfte ſie von neuem an, als hätte ſie in der Zwiſchenzeit an nichts andres gedacht. Warum, ſagte ſie, machten
Sie es mit mir nicht wie mit Florentin?
Sie hätten uns wenigſtens zuſammen, und
als Bruder und Schweſter erziehen laſſen ſollen.— Das würde etwas ſchwer gehal⸗ ten haben, und man ließ Ihnen lieber jenes Geſetz, das Sie geſtern anführten, zu gute kommen. Uberdem muß ich Ihnen geſtehen, daß ich Zweifel hatte. Ihre Mutter ſchien damals


