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Honorine von Üserche oder die Gefahr der Systeme : eine Novelle / von dem Abbè de la Tour. Aus d. franz. Manuskript übers. von L. F. Huber
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23 ben beimeſſen darf, ſchon verloren alle ihre kleinen Spiele den gewohnten Reiz, wenn ſie nicht gemeinſchaftlich daran gehen konn⸗ ten. Tauſendmal hat ſie mir betheuert, daß ein unwiderſtehlicher Zauber ſie zu einander zog. Nie gab es Zwiſtigkeiten unter ihnen, nie auch nur eine verſchiedne Luſt oder Mei⸗ nung; denn einen Augenblick beſtritten, ver⸗ wechſelte ſich der Gedanke des einen ſogleich mit dem Gedanken des andern, und biswei⸗ len traf es ſich, daß ſie beide zu gleicher Zeit ihren Sinn geändert hatten.

Herr von Üſſerche fragte einmal Honori⸗ nen, was das für ein Kind wäre, das alle Dage auf die Wieſe käme, um ſie da zu er⸗ warten. Es beliebte ihr, mit einem gering⸗ ſchätzigen Ton zu antworten: es iſt ein Kna⸗ be, der weder Vater noch Mutter kennt, und den man den Schönen nennt.— Ver⸗

dient er den Zunamen? fragte Hr. von lſerche;