Feau von Üſerche, eine reiche Erbin, war noch ſehr jung, als ſie ſich mit einem nicht minder reichen Mann von einem alten fran⸗ zöſiſchen Geſchlecht, einem Manne voll Geiſt und Welt, der aber um mehrere Jahre äl⸗ ter war als ſie, vermählte.
Als ſie aus der Kirche kamen, wo ſie den ehelichen Segen erhalten hatten, ſtieg der Gemahl in eine Poſtchaiſe, um ſich nach ſei⸗ nem Regiment zu begeben, und die Gemah⸗ lin wurde zu ihrer Mutter zurückgebracht. Ihrer großen Jugend wegen, war beſchloſ⸗ ſen worden, daß ſie erſt nach Verlauf eines Jahres bei ihrem Manne leben ſollte; die⸗
ſer nannte galanter Weiſe jenes Geſetz eine


