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105 mein Herz ſo bewegt, daß ich in immer tie⸗ fere Gedanken verſank, und als ich daraus erwachte, war ich allein. Lange ſuchte ich Euch, die ganze Stadt durchirrte ich, doch vergebens; Verzweiflung und Ueberdruß be⸗ maͤchtigte ſich meiner, und Ihr ſeht, auch hier⸗ her iſt er mir gefolgt! O Dank dem Himmel, wenn er es iſt der mir das Gluͤck verſchafft
Euch wieder zu ſehen! Dina, Ihr ſeyd die
Herrin meines Lebens, wenn ihr mich ver⸗ ſtoßt, werdet Ihr mich toͤdten!..
— Herr Ritter, es iſt nicht gut daß ein junges Maͤdchen hier ſtehe um mit Euch zu ſprechen; haltet mich nicht laͤnger auf, ich⸗ bitte Euch; beruhigt Euch, ſeht, wie die Vor⸗ uͤbergehenden auf uns ſchauen.
— Nun ſo treten wir in dieſe duͤſtern Hal⸗ len, hier koͤnnen wir uns unſere Liebe geſte⸗ hen, fern von neidiſchen Blicken.
— Nein! ich kann nicht in dieſen Tempel treten, der Gott der hier gebietet, iſt der Feind meines Gottes.
— Wer iſt denn Euer Gott?
— Der Gott Iſraels!
— Ich habe es errathen, Dina, denn ich


