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101 Lange irrte ich auf dem Walle umher, mein Schickſal verwuͤnſchend, das mir ein Weib nach meinem Herzen zeigte, nur um mich toͤdtlich zu verwunden.— Ich irrte umher und fand in der Einſam⸗ keit Ruhe. Als ich in meine Wohnung trat, ſchlug es 1 Uhr. Vom Schlafe geflohen, uͤberdachte ich die Vergangenheit, und immer deutlicher wurde es mir, ich hatte den Namen Dina in der Bibel geleſen. Schuell war die Lampe angezuͤndet, das heilige Buch das immer auf meinem Nachttiſche lag, aufgeſchlagen und im 34ſten Capitel der Geneſis las ich: erſter Vers. Dina, die Tochter welche Lea dem Jakob geboren, zog aus um die Toͤchter des Landes zu ſehen. Zweiter Vers. Und Si⸗ chem, der Sohn des Hemor u. ſ. w. Dieſe Entdeckung erfuͤllte mich mit Freude, ich ſchloß daraus daß ſie eine Juͤdin ſeyn muͤſſe, weil ſie einen hebraͤiſchen Namen fuͤhrte. Ihre orientaliſchen Zuͤge ſchienen dieſe Meinung zu beſtaͤtigen, und die Worte ihres greiſen Va⸗ ters zu entraͤthſeln. Durch dieſe Entdeckung ermuthigt, faßte ich Hoffuung ſie wieder zu


