Print 
Die Macht des Geschickes : drei Erzählungen aus dem Französischen / von Champavert
Place and Date of Creation
Turn right 90°Turn left 90°
  
  
  
  
  
 
Download single image

55

ner Abreiſe ihr heimlich zuſchicken wollte, aus Furcht, die Ungluͤckliche moͤchte, ohne Unter⸗ ſtuͤtzung, vor ſeiner Ruͤckkehr der Noth erliegen.

Von wem? fragte Apolline.

Ich weiß es nicht, Fraͤulein, ein Unbe⸗ kannter gab es mir fuͤr Sie, ohne weiter zu ſagen.

Nehmt dieſes Geld wieder mit! 8

Ich kann nicht, man hat mir deutlich geſagt: fuͤr Fraͤulein Apolline.

Nehmt es mit ſage ich!

Der gute Mann war ganz verlegen.

Apolline, ſtolz und edel, weigerte ſich um ſo mehr das Geld anzunehmen als ſie glaubte, daß dieß der Preis fuͤr ihre Entehrung ſey, den der Uubekannten von der letzten Nacht ihr ſchicke, um ſie noch tiefer zu erniedrigen.

Aber der Pfoͤrtner legte mit Entſchuldigungen das Geld auf den Tiſch und entfernte ſich raſch. Den ganzen Tag uͤber bemuͤhte ſich Apol⸗ line irgend ein Geraͤuſch in Bertholins Zim⸗ mer zu vernehmen, aber vergebens. So ver⸗ lebte ſie mehrere Tage ohne beſſeren Erfolg. Endlich, eines Abends, wagte ſie es hinab zu ſteigen und an ſeiner Thuͤre zu klopfen;