Druckschrift 
Die Macht des Geschickes : drei Erzählungen aus dem Französischen / von Champavert
Entstehung
Einzelbild herunterladen

dre

ſo

Oeffne Apolline, ich bin es.

Welcher Ich?

Bertholin!

Alsbald oͤffnete ſich die unheilvolle Thuͤre, ihre Angeln kraͤchzten gleich dem Knarren ei⸗ ner Wetterfahne.

Verzeihe, lieber Bertholin, wenn ich dich ſo unpaſſend ohne Licht empfange, du weißt, ich bin arm und habe keine Vorhaͤnge an meinem Fenſter; meine Nachbarn koͤnnen alles bei mir ſehen. Warum waͤhlteſt du auch dieſe ſpaͤte Stunde?

Den Tag uͤber habe ich den Kopf ſo voll von Geſchaͤften, und der helle Sonnen⸗ ſchein paßt ſchlecht zu traulichen Ergießungen: was iſt die Liebe ohne den Schatten der Nacht, was iſt die Liebe ohne Geheinmniß?

Ich kann dir nicht widerſprechen, denn ich liebe Gott nie ſo ſehr als bei Nacht, oder in einer dunklen Kirche. Aber du hu⸗ ſte ſt, mein Freund?

Ich mußte lange warten, bis ich bei dem Pfarrer eingelaſſen wurde, und habe mir einen Huſten zugezogen der mir viel zu ſchaffen macht..