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ſeines kurzen Lebens glich dem eines reißenden Stromes, deſſen Quelle man nicht weiß, der bald Thaͤler uͤberſchwemmt, bald unter der Erde verborgen ſeine Fluthen hintreibt.
Es folgt nun eine Reihe von Jahren, uͤber die jede beſtimmte Nachricht fehlt, das ein⸗ zige ſcheint mit einiger Wahrſcheinlichkeit aus ſeinen hinterlaſſenen Papieren hervorzugehen, daß ihn ſein Vater einem Kuͤnſtler, wahr⸗ ſcheinlich einem Baumeiſter, in die Lehre gab. In einem Brief an ſeinen Vater vom Januar 1824 ſchreibt er:
„Was fuͤr ein Zuſtand iſt dieß doch; ein Mei⸗ ſter, ein Lehrling! Ich weiß nicht ob ich ihn richtig begreife; aber ich bin traurig und denke uͤber das Leben nach; es erſcheint mir ſehr kurz! Wozu alle die Sorgen, alle die muͤhevollen Arbeiten auf dieſer wandelbaren Erde? Ich lache jetzt, wenn ich einen Men⸗ ſchen ſehe der ſich abmuͤht! ſich abmuͤhen! Was bedarf der Menſch denn, um zu leben? eine Decke und eine Krumme Brodes.
„Wenn ich ein Daſeyn traͤumte, ſo iſt es nicht dieſes, theurer Vater! wenn ich ein Da⸗ ſeyn traͤumte, ſo iſt es jenes des Hirten in


