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Die Macht des Geschickes : drei Erzählungen aus dem Französischen / von Champavert
Entstehung
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braͤuche und Gewohnheiten ihm angeboren,

und nie, ſelbſt nicht im zarteſten Alter, beugte er ſich unter ihre Macht. Er verabſcheute jede Kleidung; in ſeinen erſten Jahren ging er ganz nackt, und erſt ziemlich ſpaͤt vermochte man ihn, die nothwendigſten Kleidungsſtuͤcke anzulegen.

Man glaubt daß ſeine erſte Erziehung von Prieſtern geleitet wurde; ſein gaͤnzlicher Man⸗ gel an Religion wenigſtens moͤchte ſehr fuͤr dieſe Annahme ſprechen.

Mit einer gewiſſen Freude erzaͤhlte er oft, daß er von allen ſeinen Lehrern gefuͤrchtet worden war, und er war ſtolz darauf aus allen Schulen fortgejagt worden zu ſeyn. Das Studium der lateiniſchen Sprache zog ihn am meiſten an, er war deßhalb auch immer von einer Menge lateiniſcher Sprachlehren und gelehrter Werke umgeben, die er ſich nur mit Muͤhe verſchaffen konnte, und die ſeine ſchaͤndlichen Lehrer ihm oft verbrannten.

Schon zu jeuer Zeit trug er den Ausdruck einer tiefen Traurigkeit, eines endloſen, un⸗

beſtimmten Kummers; Melancholie hatte ſich ſeiner Seele bereits bemaͤchtigt. Der Lauf