Teil eines Werkes 
18. Bd. (1851)
Entstehung
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Barthold über die Geltung und die Beſtrebungen der Italiäner im Auslande.

Die mittelaltrige frühe Bildung von Welſchland, eine Folge des claſſiſchen Alterthums, deſſen geſellſchaftliche und ſittliche Formen, deſſen Kunſt und Wiſſenſchaft entweder den drohenden Sturm der germaniſchen Einwanderung zäh überdauerten, oder Fremdes ſich ähnlich machten, oder mit dem Germaniſchen innig verbunden, als etwas Eigenthuͤm⸗ liches wieder erſtanden, hat den Eingeborenen jenes Landes unleugbar frühe ein geiſtiges Uebergewicht verſchafft, un⸗ geachtet ſie durch mehre Jahrhunderte in Abhängigkeit von den nordiſchen Barbaren geriethen. Die Keime des Lebens der Deutſchen in Kunſt und Wiſſen wurden zum Theil ſchon entwickelt aus Italien heimgebracht; ſo vor allen die früheſte philologiſche und philoſophiſche Bildung, die Rechts⸗ wiſſenſchaft, die verſchönernden Künſte, Muſik, Baukunſt, und die älteſte Malerei. Ja auch das Bürgerthum iſt in Deutſchland nicht auf eigenem Boden erwachſen, ſondern bedurfte des belebenden Muſters aus Italien, der Wiege der Municipalfreiheit. 3

So nahm Italien ſchon in den erſten Jahrhunderten der mittleren Zeit eine vornehmere Stellung gegen ſeine Ueberwinder ein, als in Folge der Kreuzzüge die Kenntniß

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