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ſuche, werden Sie mir erlauben, unſre Streitigkeiten dem Publikum vorzulegen. Dies iſt ein unparteiiſcher und ſtren⸗ ger Richter, den Sie vergeblich zu beſtechen ſuchen würden; auch enthält der ganze Keller des Herrn Grafen nicht Wein genug, um Sie dazu in den Stand zu ſetzen. Das Publi⸗ kum wird alſo entſcheiden, ob Sie ein Taugenichts ſind oder nicht, ob Sie ein Feigling oder ein Ehrenmann ſind. Nur etwas Muth, mein lieber Herr Faulkinher. Gehen Sie an die Arbeit und beantworten Sie meine Briefe, wenn es Ihnen möglich iſt. Seien Sie aber ſo liebenswürdig, mir Ihre Antworten in franzöſiſcher, italiäniſcher, ſpaniſcher oder lateiniſcher Sprache zukommen zu laſſen, denn Sie ſollen meine Briefe in Ihrer Mutterſprache erhalten, die Sie, Gott weiß wie, radebrechen. Ich werde die Koſten für einen Ueber⸗ ſetzer tragen, und Sie können ebenfalls einen bezahlen; glau⸗ ben Sie mir, wir wollen uns unſrer Unwiſſenheit, ich der meinigen in der deutſchen Sprache und Sie der Ihrigen in allen Sprachen der Welt nicht ſchämen. Im Vergleich mit Ihren groben Verſtößen iſt dies nur eine Kleinigkeit. Sie haben ſich erlaubt mich lächerlich zu machen, und das We⸗ nigſte iſt doch gewiß, daß ich Repreſſalien brauche. Ich brauchte dies allerdings nicht zu thun, denn es giebt Leute, deren Lächerlichkeit nicht erſt erwieſen zu werden braucht; aber ich liebe die Rache und die Rache wird ſchrecklich ſein, das ſage ich Ihnen zum Voraus. Einſtweilen bin ich nach der üblichen Formel, welche man unter die Briefe ſetzt und welche nichts bedeutet Ihr u. ſ. w.
Zweiter Brief.
Mein lieber Herr Faulkinher, ich bin in großer Ver⸗ legenheit wegen des Anfangs, denn wir haben uns nie in irgend einen Beziehung oder Sprache verſtändigen können. Sie wiſſen beſſer als ich, daß das Deutſch, welches Sie ſprechen, ein unverſtändliches Deutſch iſt und daß Sie von einer ſchauderhaften Unwiſſenheit in jeder andern menſchli⸗ chen Sprache ſind. Es wäre dies allerdings für uns ein
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