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nehmen; in welches Erſtaunen gerieth ich aber, als ich Abends nach Hauſe komme und ſie auf meinem Zimmer finde! Sobald ſie mich erblickte, kam ſie mir entgegen und ſagte naiv: Ich bin es, ich erwartete Sie.
Und der Graf?
Er wird ohne mich abreiſen; ich will ihm nicht nach dem häßlichen Lande folgen, wohin er ſich begiebt; ich ziehe es vor, in Trieſt bei einem anſtändigen Herrn zu bleiben. Ich bin zu Ihnen gekommen; ich hoffe, daß Sie nicht die Grauſamkeit haben werden, mich wegzuſchicken.
Gott bewahre mich, meine Schöne! Du biſt geeignet, überall gut aufgenommen zu werden. Hier biſt Du in Si⸗ cherheit, und ich ſchwöre Dir zu, daß Niemand dieſes Zim⸗ mer betreten ſoll, ſo lange es Dir belieben wird, hier zu bleiben; wenn es aber wahr iſt, daß der Graf in Dich verliebt iſt, wie man ſagt, ſo wird er ſich nicht entſchlie⸗ ßen können, allein abzureiſen. Es iſt wenigſtens wahr⸗ ſcheinlich, daß er morgen noch in Trieſt bleiben und Dich überall ſuchen wird.— Ueberall, ausgenommen hier. Zwin⸗ gen Sie mich nicht, mein Herr, dieſen Zufluchtsort zu ver⸗ laſſen wenn ihm auch mein böſer Genius den Gedanken eingeben ſollte, mich hier zu ſuchen.
Ich gebe Dir mein Wort darauf, aber ich habe nur ein Bett; wie werden wir uns einrichten? Sie lächelte
und ſenkte die Augen. Das war ein glücklicher Fund, den
ich meinem guten Stern ünd der Gelegenheit verdankte. Ich
verlebte eine köoſtliche Nacht mich Freuden genießen, d wohnt war Wie ich vorausgeſehn, kam Straſoldo um neun Uhr Morgens zu mir ins Haus; Pittoni folgte ihm. Ich gehe ihnen entgegen, während ſie ſich gerade mit meinem Wirthe unterhalten. Der Wirth giebt mir durch einen Wink zu verſtehn, daß er verſchwiegen geweſen; aber der junge Graf ſetzt nichtsdeſtoweniger mit Pittoni’'s Unterſtützung ſeine Nachforſchungen fort; ſie gehen ins Kaſino, in den gemein⸗ ſchaftlichen Saal; ſite durchſuchen die Küche, die Bedienten⸗
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