Teil eines Werkes 
18. Bd. (1851)
Entstehung
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gehen ſolle. Kaum war dieſer Beſchluß gefaßt worden, als mir auch ſchon der Graf von Wagensberg eine Abſchrift deſſelben zuſchickte. Ich brachte ihn dem Konſul, und auf ſeinen Rath und unter ſeinen Augen ſchrieb ich dem Se⸗ cretair des Tribunals der Inquiſitoren: ich ſchätze mich glücklich, Ihren Excellenzen eine Gefälligkeit haben erweiſen zu können; es ſei nun ihre Sache, zu beurtheilen, ob ich durch dieſen Dienſt verdient, in mein Vaterland zurück zu kehren. Die Regierung veröffentlichte die neue Beſtimmung erſt zehn Tage ſpäter, ſo daß der Konſul von Udine durch den Gerichtshof Kenntniß davon erhielt, ehe die Sache in Trieſt bekannt wurde. Ich ſelbſt bekam keine Antwort vom Seeretair des ſchweigſamen Gerichtshofes, aber nach Ver⸗ lauf eines Monats erhielt der Konſul Befehl, mir eine Gra⸗ tiſikation von 400 Dukaten auszuzahlen. Als dieſer Um⸗ ſtand bekannt wurde, verbreiteten Uebelwollende das ver⸗ läumderiſche Gerücht, man habe den goldnen Schlüſſel ge⸗ braucht, um in das Gewiſſen der Richter einzudringen und die neue Anordnung ſei das Reſultat einer Intrigue. Marco Monti, der den Auftrag hatte, mir die ſo wohl ver⸗ dienten vierhundert Dukaten zu übergeben, theilte mir den Brief des Secretairs des Gerichtshofes mit; in dieſem war geſagt, die Gratifikation habe den Zweck, mich zur aus⸗ dauernden Hingebung für die Republik zu ermuthigen, und ich dürfe Alles von der Nachſicht des Gerichtshofes erwar⸗ ten, wenn es mir gelinge, mich mit demſelben Erfolge der Angelegenheit der Armenier zu erledigen, die der Konſul mir anzuvertrauen beauftragt ſei.

Monti weihte mich augenblicklich in dieſe neue Ange⸗ legenheit ein. Ich ſah ſogleich, daß ich mit der Sache nicht zu Stande kommen würde; indeß überhob mich das nicht der Verpflichtung zu handeln. Es handelte ſich um Folgendes:

Vier armeniſche Mönche aus dem Kloſter St. Laza⸗ rus in Venedig, hatten, der Tyrannei ihres Superiors müde, die Flucht ergriffen, und auf öſterreichiſchem Gebiet ihre Zuflucht geſucht. Da ſie alle Viere von reichen und ange⸗