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fahren; aber der Portier hielt mich an und ſagte mir ins Ohr, Se. Excellenz habe Gründe, mich nicht zu ſehen. Von da begab ich mich zum Abbé Bigliardi, und hatte hier den⸗ ſelben Schimpf zu erdulden. Ich ſteige wieder in den Wa⸗ gen und gelange in das Vorzimmer von Domingo Barnero. Dieſer empfängt mich, aber nur um mir zu ſagen, daß Herr von Mocenigo mich überall als einen gemeinen Bur⸗ ſchen bezeichne, der nicht werth ſei, von Leuten der guten Geſellſchaft empfangen zu werden. Alle dieſe Dolchſtöße, die mir ins Herz drangen, ließen mir den traurigen Muth, den Becher bis auf die Hefe zu leeren. Ich wurde alſo nach einander vom Marquis von Grimaldi und von Don Emmanuel de Roda abgewieſen. Der Herzog von Laſſada, der Feind des Geſandten, ließ mich vor, aber nur um mich um Einſtellung meiner Beſuche zu bitten. Es wird mir ſehr ſchwer, ſagte er, mich einer ſo angenehmen Geſellſchaft wie der Ihrigen zu berauben; es iſt dies aber ein Opfer, zu dem mich der Anſtand nöthigt. Es blieb mir nur noch der Graf Aranda. Ich ahnte Schlimmes von dieſer Zu⸗ ſammenkunft; indeß nahm mich Se. Excellenz ſehr zuvor⸗ kommend auf; ich entſinne mich ſogar, daß er mich neben ſich ſetzen ließ, welche Gunſt mir zum erſtenmale zu Theil wurde. Dadurch gewann ich wieder Muth und erzählte ihm mein Abenteuer.
Herr Caſanova, Sie haben Unrecht gehabt; aber Herr von Mocenigo treibt die Rache zu weit. Ich ſehe ſehr un⸗ gern, daß wir auf unſern Coloniſationsplan verzichten müſſen; wenn ich Sie aber Sr. Majeſtät vorſtellen ſoll, ſo wird dieſe, ſobald ſie erfährt, daß Sie Venetianer ſind, ſich bei dem Geſandten erkundigen.
Gnädiger Herr, werde ich auch Spanien verlaſſen müſſen? Herr von Mocenigo forderte es, aber ich habe
es abgeſchlagen; leider iſt dies Alles, was ich für Sie
thun kann. Bleiben Sie ohne Furcht bei uns; aber ich bitte Sie, nicht mehr vom Geſandten und ſeinem Schütz⸗ linge zu ſprechen.
Seit dieſer Zuſammenkunft und einen ganzen Monat
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