ame Be⸗ nme dies
nein ſicht Du
Laſt
NRach, nicht
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weiter hören; entweder Du bleibſt in Paris und bekömmſt keinen Pfennig, oder reiſeſt mit Wechſeln nach Rom.
Als ich dies geſagt, ließ ich den Wirth rufen und be⸗ deutete ihm, daß ich vom folgenden Tage an nichts mehr für den Abbé bezahle.
Ich ſpeiſte an dieſem Tage bei der Marquiſe von Urfé mit dem kleinen Aranda. Sie hatte einen Brief von The⸗ reſen bekommen, welche ihren Sohn abzuholen drohte, wenn ich ihn ihr nicht brächte. Ich ſagte alſo dem Kinde, ſeine Mutter würde demnächſt nach Abbéoille kommen und ich gedächte, ihn ihr zuzuführen.
Wie werde ich aber ganz allein nach Paris zurück⸗ kommen?
Mit einem Poſtillone, ſagte die Marquiſe.
Das Kind klatſchte in die Hände.
Ich werde alſo auch reiten? Das iſt reizend. Ich werde mich als Kourier anziehn, nicht wahr?
Gewiß, verſetzte ich, ich habe für Dich einen pracht⸗ vollen Anzug mit himmelblauem Kragen und ebenſolchem Aufſchlage beſtellt, ſo wie weiße Lederhoſen und große, große Stiefeln; auch wirſt Du auf der Bruſt eine ſchöne ſilberne Platte mit dem franzöſtſchen Wappen tragen.
Welches Glück! Man wird mich für einen Kabinets⸗ Kourier halten: Ich werde beſtändig im Galopp reiten und allen mir Begegnenden ſagen, ich komme von London.
Als ich von hier weggegangen war, ließ ich die Sachen des kleinen Taugenichtſes nach Calais ſchicken und begab mich zu Madame du Rumain; ſie hatte für drei Wochen aller Geſellſchaft Lebewohl geſagt. Es wurde mir ſchwer, ernſthaft zu bleiben, als ich ſie von der Sonne und dem Monde wie von zwei Potentaten, denen ſie durch mich vor⸗ geſtellt ſein wollte, ſprechen hörte. Ich bezeichnete ihr die Pſalmen, die ſie bei dieſer Gelegenheit herzuſagen habe und gab ihr Kräuter für die religiöſen Räucherungen. Um ſie bei der Hauptoperation zu leiten, nahm ich für dieſe Nacht ein Bett bei ihr an. Um fünf Uhr Morgens weckte ſie mich, und wir begaben uns in ein anſtoßendes Zimmer, um dem Sonnenaufgange beizuwohnen. Obwohl der Himmel
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