Teil eines Werkes 
14. Bd. (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

Bewunderung und war nicht undankbar. Es war dies das erſtemal, daß ich ſie wirklich in meinem völligen Beſitze hatte. Als wir den Trab von vier Pferden hörten, ſtanden wir ſchnell auf und waren im Handumdrehn angekleidet.

Als die liebenswürdigen Bettlerinnen eingetreten waren, ſagte ich zu ihnen, ich könnte ihrer Toilette beiwohnen, da ſte das Hemde nicht zu wechſeln brauchten, und ſie ſpielten nicht die Zimperlichen.

Bei dieſer köſtlichen Beſchäftigung beſchränkte ich meine Blicke auf Fräulein Q. Ich bewunderte alle ihre Schön⸗ heiten und ſah mit Vergnügen, daß ſie ſich nicht geizig zeigte. Zenobia verließ ſie, nachdem ſie ihre Haare auf⸗ geſteckt, um den Andern behülflich zu ſein. Ich erbot mich, dieſelbe zu erſetzen, und ſie erlaubte mir, ihr beim Ankleiden behuͤlflich zu ſein und hinderte nicht, daß meine Blicke durch einen großen Riß drangen, welcher mir geſtattete, eine der beiden Halbkugeln, die ihren herrlichen Buſen zierten, bei⸗ nahe ganz zu ſehen.

Was wollen Sie mit dieſem Hemde machen, Fräulein?

Sie werden über die Kinderei lachen; wir haben be⸗ ſchloſſen, alle dieſe Sachen zur Erinneruug an den ſchönen Abend, den wir Ihnen verdanken, aufzuhehen. Sie werden unſerm Bruder die Mühe der Beſorgung überlaſſen. Wir wollen zu Bett gehn. Werden Sie uns heute Abend be⸗ ſuchen?

Wenn ich vernünftig wäre, müßte ich Ihre Gegenwart vermeiden.

Wenn ich es wäre, duͤrfte ich Sie nicht zum Beſuche einladen.

Welche Antwort! Sie werden mich ganz ſicher ſehn, aber darf ich Sie, ehe wir uns trennen, um einen Kuß bitten?

Um zwei.

Ihr Bruder und der Marquis gingen hinaus. Zwei Tragchaiſen, welche ich hatte kommen laſſen, brachten die beiden Couſinen fort. Zwei andre, welche etwas ſpäter kamen, dienten dem Lieutenant und ſeiner Freundin.

Der Marquis, welcher zurückgeblieben war, äußerte