Teil eines Werkes 
12. Bd. (1850)
Entstehung
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können, und ich werde mit Vergnügen hören, wie der Vi⸗ car Sie auſgenommen hat.

Ich war außer mir vor Freude. Ich begab mich ſo⸗ gleich zum Vicar, glüͤcklich, daß ich ihm als Sieger gegen⸗ übertreten konnte, und neugierig, welche Miene er bei mei⸗ nem Anblick machen würde. Ich konnte mir allerdings nicht ſchmeicheln, ihn aus der Faſſung zu bringen, denn dieſe Art von Leuten hat die Stirn eines Kerkermeiſters und iſt vor dem Rothwerden ſicher.

Als er mich erblickte, ſagte er: Der Ritter Oſorio hat mir mitgetheilt, daß Sie Geſchäfte in Turin haben, welche Sie nöthigen, noch einige Tage hier zu verweilen. Sie können alſo bleiben, Sie müſſen mir aber ſagen, wie viel Tage Sie etwa brauchen.

Das kann ich Ihnen unmöglich ſagen.

Und weshalb, wenn ich fragen darf?

Ich erwarte vom portugieſiſchen Hofe Inſtruktionen für den Kongreß, welcher in Augsburg ſtattfinden ſoll, und um die Zeit meiner Abreiſe beſtimmen zu können, müßte ich Se. Allergläubigſte Majeſtät befragen können. Ich glaube indeß, in ungefähr einem Monate die Reiſe nach Paris an⸗ treten zu können. Wenn mir dieſe Zeit nicht genügen ſollte, werde ich die Ehre haben, es Ihnen anzuzeigen.

Sie werden mir einen Gefallen thun.

Nachdem ich ihm diesmal eine Verbeugung gemacht, welche er erwiederte, kehrte ich zum Chevalier Oſorio zu⸗ rück, welcher lächelnd zu mir ſagte, ich habe den Mann ge⸗ fangen, da ich mir eine unbeſtimmte Zeit ausbedungen, was ſehr bequem für mich ſei..

Der Politiker Gama, welcher feſt an das Zuſammen⸗ treten des Kongreſſes glaubte, empfand eine außerordentliche Freude, als ich ihm mittheilte, daß der Herr von Oſorio nicht an deſſen Zuſammentreten glaube. Er war entzückt, daß er ſich für feiner als einen Miniſter halten dürfe; das erhob ihn in ſeinen eigenen Augen; ſo gern ſchmeicheln ſich die Menſchen mit Lieblingsideen. Ich ſagte zu ihm, ich

würde, welche Anſichten auch der Chevalier haben möchte,