genug, Ihr Bündel zu ſchnüren und Ihre Angelegenheiten mit Ihrem Bankier zu ordnen. Ich rathe Ihnen zu ge⸗ horchen, denn der König giebt Ihnen dieſen Befehl.
Wenn ich abreiſen wollte, wuͤrde ich mich zum Mit⸗ ſchuldigen Ihrer Ungerechtigkeit machen, und ich werde nicht gehorchen; da Sie aber den Namen des Königs vorſchie⸗ ben, werde ich mich ſogleich Sr. Majeſtät vorſtellen, der Ihre Worte Lügen ſtrafen und den ungerechten Befehl, den Sie mir ſo öffentlich ertheilt haben, zurücknehmen wird.
Sollte es vielleicht dem Könige nicht freiſtehn, Sie auszuweiſen?
Ja, mit Gewalt, aber nicht mit Recht. Mit Gewalt kann er mich auch hinrichten laſſen; aber er muß mir den Henker liefern, denn er kann nicht erwarten, daß ich mich ſelbſt morde.
Sie ſprechen ſehr gut, aber Sie werden gehorchen.
Ich ſpreche ſehr gut, ohne es von Ihnen gelernt zu haben, und werde nicht gehorchen.
Als ich das geſagt, drehte ich ihm den Rücken zu und entfernte mich, ohne ihn zu grüßen.
Ich war wüthend. Ich fühlte mich in der Stimmung, allen Polizeiſchergen des niederträchtigen Vicars offen zu trotzen. Da ich indeß bald ruhiger wurde, ſo rief ich die Klugheit zu Hülfe, und da ich mich des Chevaliers Rai⸗ berti erinnerte, welchen ich bei der von ihm unterhaltenen Tänzerin kennen gelernt, ſo beſchloß ich, dieſen um Rath zu fragen. Derſelbe war erſter Commis im Departement der auswärtigen Angelegenheiten. Ich befahl meinem Kut⸗ ſcher, mich zu ihm zu fahren, erzählte demſelben die ganze Geſchichte, und ſagte endlich, ich müſſe den König ſprechen, denn ich ſei entſchloſſen, nur der Gewalt zu weichen. Die⸗ ſer brave Mann rieth mir, mich vor allen Dingen an den
Chevalier Oſorio zu wenden, der damals das Portefeuille der auswärtigen Angelegenheiten hatte und mit dem Könige ſprach, wann er wollte. Sein Rath ſagte mir zu, und ich begab mich augenblicklich zu dieſem Miniſter, einem Sici⸗ lianer und geiſtreichen Manne. Er nahm mich ſehr gut auf, und nachdem ich ihm die Sache erzählt, bat ich ihn,
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