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dieſer Herr Caſalnovo verſtanden; er war Herzog und Be⸗ ſitzer des Lehns dieſes Namens.
Weißt Du ſchon, ſagte der Herzog von Matalone zu mir, daß ich einen Sohn habe?
Man hat es mir geſagt, und ich habe es nicht glauben wollen; aber ich thue Abbitte wegen meiner Ungläubigkeit, denn ich ſehe einen Engel, welcher dies Wunder bewirkt hat. Die Herzogin erröthete und belohnte mein Kompliment mit keinem einzigen Blicke, aber die Geſellſchaft rächte mich, indem ſie klatſchte; es war notoriſch, daß der Herzog vor ſeiner Verheirathung für impotent galt. Der Herzog ließ ſeinen Sohn kommen; ich bewundre ihn und ſage, derſelbe ſehe ihm außerordentlich ähnlich. Ein Mönch, der guter Laune war und rechts von der Herzogin ſaß, ſagte mit mehr Wahrheit, er gleiche ihm nicht. Kaum hatte er dies geſagt, als ihm die Herzogin mit der größten Kaltblütigkeit eine Ohrfeige verſetzte, welche der Mönch mit der beſten Manier hinnahm.
Tauſend muntere Reden machten mich in Zeit von einer halben Stunde der ganzen Geſellſchaft theuer, mit Ausnahme der Herzogin, welche mir mit großer Beharrlich⸗ keit den Boden unter den Füßen wegzuziehn ſuchte! Sie war ſchön, aber hochmüthig, verſtand zu gelegner und un⸗ gelegner Zeit ſtumm und taub zu ſein und blieb beſtandig Herrin ihrer Augen. Zwei Tage lang bemühte ich mich vergeblich, einen Dialog mit ihr anzuſpinnen; es gelang mir nicht. Da ich kein Auge auf ſie geworfen hatte, und wohl mir, daß ich es nicht gethan, ſo überließ ich ſie ihrem Stolze.
Als der Herzog mich in das mir beſtimmte Gemach führte und Le Due erblickte, fragte er mich, wo mein Se⸗ cretair ſei, und als er erfuhr, daß der Abbé Alfani es ſei, und daß derſelbe dieſen Titel angenommen, um in Neapel unbekannt zu bleiben, ſagte er zu mir: Der Abbé hat ſehr Recht gethan, denn mit ſeinen vorgeblichen Alterthümern hat er ſo viel betrogen, daß ihm Jemand einen üblen Streich hätte ſpielen können.
Er zeigte mir ſeine Stallungen, in denen herrliche Pferde


