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ſionei, welcher mich mit dem Bemerken empfing, er habe mich ſo früh kommen laſſen, um die Geſchichte meiner Flucht aus den Bleidächern, von welcher er mit Bewunderung habe ſprechen hören, ſich von mir erzählen zu laſſen.
Monſignore, ich bin bereit, Ew. Eminenz zu befriedi⸗ gen; aber die Geſchichte iſt lang.
Deſto beſſer, denn, wie man mir geſagt hat, erzählen Sie gut.
Aber, gnädiger Herr, ſoll ich mich auf den Fußboden ſetzen?
Nein, dazu ſind Sie zu gut angezogen.
Er klingelt, und nachdem er einem Edelmanne befoh⸗ len, einen Seſſel kommen zu laſſen, bringt ein Bedienter ein Tabouret, einen Seſſel ohne Lehne und ohne Arme, Der Anblick deſſelben verſtimmt mich, ich erzähle ſchnell und ſchlecht und in einer Viertelſtunde iſt die ganze Geſchichte zu Ende.
Ich ſchreibe beſſer als Sie ſprechen.
Monſignore, ich ſpreche nur dann gut, wenn ich mich behaglich fuͤhle.
Aber man legt Ihnen doch bei mir keinen Zwang auf.
Nein, Monſignore, ein Mann und namentlich ein Wei⸗ ſer legt mir nie Zwang auf; aber Ihr Tabouret——
Sie lieben die Behaglichkeit?
Ueber Alles.
Hier haben Sie die Leichenrede auf den Prinzen Eugen: ich ſchenke ſie Ihnen. Ich hoffe, daß Sie mein Lateiniſch nicht ſchlecht finden werden. Morgen um zehn Uhr können Sie dem Papſte die Pantoffeln küſſen.
Als ich nach Hauſe kam, dachte ich über den Charak⸗ ter dieſes bizarren, geiſtreichen, hochmü thigen, eitlen und ſchwatzhaften Kardinals nach und beſchloß, ihm ein ſchönes Geſchenk zu machen. Es war das Pandectarum liber unicus, welches Herr von F. mir in Bern geſchenkt, und mit welchem ich nichts anzufangen wußte. Es war ein ſchöngedruckter, ſehr gut gebundener und gut erhaltener Folioband. Für ihn als großen Bücherliebhaber mußte dies


