Teil eines Werkes 
11. Bd. (1850)
Entstehung
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ihm, ich ſei entehrt, wenn ich mich nicht räche, und nur er könne mir die Genugthuung verſchaffen, dieſen Schurken durchzupruͤgeln, um ihn wegen des Mangels an Achtung, den er gegen mich gezeigt, zu ſtrafen. Aber Du ſiehſt wohl ein, mein lieber Le Duc, wie wichtig es iſt, die Sache ge⸗ heim zu halten.

Ich bitte nur um vierundzwanzig Stunden, um Ihnen eine beſtimmte Antwort zu geben.

Ich wußte, was das heißen ſollte und war zufrieden.

Am folgenden Tage ſagt Le Duc zu mir, er habe den ganzen vorigen Tag angewendet, um den Juden und ſein Haus kennen zu lernen, ohne bei irgend Jemand Erkundi⸗ gungen einzuziehn. Heute werde ich ihn nicht aus den Augen laſſen. Ich werde erfahren, zu welcher Zeit er nach Hauſe kommt, und Sie werden das Uebrige erfahren.

Sei klug, ſagte ich, und vertraue Dich Niemand an.

Seien Sie ruhig.

Am folgenden Tage ſagte er zu mir, wenn der Jude zu derſelben Stunde nach Hauſe komme und denſelben Weg inſr se ſo ſolle er vor dem Zubettegehn die Schläge er⸗

alten.

Wen haſt Du zur Ausführung gewählt?

Mich. Derartige Sachen müſſen geheim bleiben, und wenn ein Geheimniß gut bewahrt werden ſoll, ſo dürfen es nicht drei Perſonen wiſſen. Ich bin meiner Sache ſicher, wenn Sie aber ſicher ſein werden, daß die Haut des Eſels gewalkt worden, ſo wird doch für mich etwas abfallen.

Fünfundzwanzig Zechinen.

Vortrefflich. Wenn ich die Sache ausgeführt habe, werde ich meinen Ueberrock von dort, woich ihn gelaſſen, wieder abholen, und ohne daß mich Jemand ſieht, durch die Hinterthür wie⸗ der hereinkommen. Selbſt Coſta könnte, wenn es nöthig wäre, mit gutem Gewiſſen ſchwören, daß ich nicht ausge⸗ gangen bin, und daß ich alſo unmöglich der ſein könne, der den Juden geprügelt. Indeß für den Fall, daß mir etwas zuſtoßen ſollte, ſtecke ich meine Taſchenpiſtolen ein, und wenn man mich feſthalten will, werde ich mich zu ver⸗ theidigen wiſſen.

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