Teil eines Werkes 
7. Bd. (1850)
Entstehung
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vor Müdigkeit faſt nicht mehr weiter konnte. Ich trete ohne die geringſte Schwierigkeit mit den Bedienten und meinem Führer in den Saal, wo etwa zwanzig Perſonen an einer reich beſetzten Tafel ſaßen.

Entſchuldigen Sie, meine Herren und meine Damen, wenn ich in dem ſchrecklichen Zuſtande, in welchem Sie mich erblicken, gezwungen bin, die Ruhe und die Freude Ihres Feſtes zu ſtören.

Bei dieſem Complimente, welches ich mit der Stimme eines Jupiter tonans ſprach, ſtanden Alle auf. Ich war verſtört und in Schweiß; meine Blicke mußten denen

5 Tiſiphone gleichen. Man denke ſich das Erſtaunen, gel

ches mein Erſcheinen in dieſer zahlreichen, aus reizenden Frauen und eleganten Cavalieren beſtehenden Geſellſchaft hervorbringen mußte.

Ich ſuche ſeit ſieben Uhr Morgens von Haus zu Haus den Intendanten, welchen ich ſo glücklich bin, hier zu finden, denn ich weiß beſtimmt, daß er hier iſt, und wenn er Oh⸗ ren hat, ſo weiß ich, daß er mich gegenwärtig hört. Ich bin alſo hier, um ihm zu ſagen, daß er ſeinen niederträch⸗ tigen Trabanten, welche meinen Wagen mit Beſchlag belegt haben, auf der Stelle befehlen möge, denſelben frei zu laſſen, damit ich meine Reiſe fortſetzen kann. Wenn die Zollgeſetze befehlen, für ſieben Unzen Tabak, die ich zu mei⸗ nem Gebrauche bei mir habe, zwölfhundert Francs zu zah⸗ len, ſo erkenne ich ſie nicht an und erkläre, daß ich keinen Pfennig bezahlen werde. Ich werde hier bleiben, ich werde einen Courier an meinen Geſandten ſchicken, welcher ſich über eine Verletzung des Völkerrechts an meiner Perſon in der Isle⸗de⸗France beklagen wird, und ich werde Genug⸗ thuung erlangen. Ludwig XV. iſt groß genug, um ſich nicht zum Mitſchuldigen eines ſolchen Meuchelmordes zu machen. Uebrigens wird dieſe Sache, wenn man mir nicht die Genugthuung gewährt, welche ich mit gutem Rechte verlange, eine Staatsſache werden; denn meine Republik wird allerdings nicht als Repreſſalie einiger Priſen Tabak wegen die Franzoſen ermorden, aber ſie ſämmtlich aus⸗