Teil eines Werkes 
7. Bd. (1850)
Entstehung
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Mörtel verbunden waren, von einander zu trennen, als ſehr groß dar; aber er verſprach mir, die Arbeit fortzuſetzen, fügte aber auch hinzu, daß wir unſere Lage nur verſchlim⸗ mern würden. Ich antwortete, ich ſei vom Gegentheil über⸗ zeugt, er folle nur auf mich vertrauen und ausharren.

Leider war ich von nichts überzeugt, aber ich mußte ſo handeln oder Alles aufgeben. Ich wollte die Hölle ver⸗ laſſen, wo mich die ſchrecklichſte Tyrannei eingeſperrt hatte; das war Alles, was ich wußte, und ich dachte nur daran, vorwärts zu gehen, da ich entſchloſſen war, meinen Zweck zu erreichen, und nicht eher einzuhalten, als bis ich zu einem Punkte gekommen wäre, wo ich nicht weiter könnte. Ich hatte geleſen und aus dem großen Buche der Erfahrung ge⸗ lernt, daß man bei großen Unternehmungen nicht lange zu Rathe gehen, ſondern ſie ausführen muß, ohne daß ich je⸗ doch dem Glücke den Einfluß, welchen es auf alle menſch⸗ lichen Unternehmungen hat, beſtreiten möchte. Hätte ich dem Pater Balbi dieſe Myſterien der Moral⸗Philoſophie mitgetheilt, ſo würde er geſagt haben, ich wäre toll ge⸗ worden.

Seine Arbeit war nur in der erſten Nacht ſchwierig, denn je länger er arbeitete, deſto leichter wurde es ihm und am Ende fand er, daß er ſechsunddreißig Steine ausgebro⸗ chen hatte.

Am 16. Oktober um zehn Uhr Morgens, als ich mit der Ueberſetzung einer Ode des Horaz beſchäftigt war, hörte ich über meinem Haupte ein Geräuſch und drei kleine Schläge. Dies war das verabredete Signal, um uns zu überzeugen, daß wir uns nicht getäuſcht hätten. Er arbei⸗ tete bis zum Abend und ſchrieb mir am folgenden Tage, daß, wenn mein Dach nur zwei Balkenlagen hätte, er noch an demſelben Tage damit fertig werden würde. Er ver⸗ ſicherte mir, daß er das Loch rund, wie ich es ihm empfoh⸗ len, machen und den Fußboden nicht beſchädigen würde. Dies war beſonders nöthig, denn die geringſte Spur einer Be⸗ ſchädigung deſſelben würde uns verrathen haben. Ich werde, ſagte er, die Aushöhlung ſo machen, daß nur eine viertel⸗ ſtündige Arbeit zu ihrer Vollendung nöthig ſein wird. Ich

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