Teil eines Werkes 
7. Bd. (1850)
Entstehung
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hinzugefügt, und Caſanova wäre auf eine ſinnreiche Weiſe entflohen, welche Lorenz an den Galgen gebracht haben würde, denn obwohl dieſer beim Anblicke des Lochs ſich ſehr er⸗ ſtaunt zeigte, ſo iſt doch nicht zu zweifeln, daß er ihm die zur Ausfuhrung der Arbeit nöthigen Inſtrumente geliefert. Nicolaus hat mir geſagt, fuhr mein Correſpondent fort, Herr von Bragadino habe ihm tauſend Zechinen verſprochen, wenn er Ihnen bei Ihrer Flucht behulflich ſein könnte; aber Lorenz, der dies wiſſe, ſchmeichele ſich den Lohn zu verdie⸗ nen, ohne ſich in Gefahr zu ſtürzen, indem er Ihre Frei⸗ laſſung durch ſeine Frau bei Herrn Diedo betreiben laſſe. Kein Häſcher wage von dem Vorgefallenen zu ſprechen, weil ſie fürchteten, daß Lorenz ſich durch ihre Entlaſſung räche, wenn es ihm gelänge, ſich heraus zu wickeln. Er bat mich, ihm den Vorfall mit allen Einzelnheiten zu erzählen, ihm zu ſagen, wie ich mir die Werkzeuge verſchafft, und auf ſeine Verſchwiegenheit zu rechnen.

Ich zweifelte nicht an ſeiner Neugierde, wohl aber an ſeiner Verſchwiegenheit, um ſo mehr, als ſeine Forderung hinlänglich für ſeine Plauderhaftigkeit ſprach. Ich war in⸗ deß der Anſicht, daß ich ihn ſchonen müſſe, denn er ſchien mir geeignet, Alles zu thun, was ich ihm auftragen würde, um mir bei der Wiedererlangung meiner Freiheit behülflich zu ſein. Ich fing an, ihm zu antworten, aber es kam mir ein Verdacht ein, welcher mich bewog, die Abſendung des ſchon Geſchriebenen einzuſtellen. Ich dachte, dieſe Korre⸗ ſpondenz könnte bloß ein Pfiff von Lorenz ſein, um zu er⸗ fahren, wer mir die Inſtrumente geliefert, und was ich mit denſelben gemacht. Um ihn zu befriedigen, ohne mich bloß zu ſtellen, ſchrieb ich ihm, ich habe das Loch mit einem ſtarken Meſſer, welches ich habe, gemacht, und ich habe daſſelbe auf die Fenſterbrüſtung des Corridors gelegt. In weniger als drei Tagen erhielt ich durch dieſe falſche Mit⸗ theilung meine völlige Ruhe wieder, denn Lorenz unterſuchte die Fenſterbrüſtung nicht, was er unfehlbar gethan haben würde, wenn der Brief aufgefangen worden wäre. Der Vater Balbi ſchrieb mir übrigens, er wiſſe wohl, daß ich dies große Meſſer haben könne, denn Lorenz habe ihm ge⸗