Teil eines Werkes 
7. Bd. (1850)
Entstehung
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Einundfunfzigſtes Kapitel.

Anterirdiſche Gekängniſſe, die Brunnen genannt. o⸗

renz's Rache. Ich trete mit einem andern Gekangenen,

dem Pater Balbi, in Correſpondenz; ſein Charakter.

Ick verabrede mit ihm die Flucht; mie. Kriegsliſt,

welche ich anwende, um demſelben mein Sponton zukom-

men zu laſſen. Erkalg. Man giebt mir einen ge⸗ meinen Gekährten; ſein Portrait.

Ich war in dieſem Zuſtande der Angſt und Verzweif⸗ lung, als mir zwei Sbirren mein Bett brachten. Sie gin⸗ gen ſogleich wieder hinaus, um die übrigen Sachen zu holen, und es vergingen mehr als zwei Stunden, ohne daß Jemand kam, obwohl die Thür meines neuen Gefängniſſes offen ge⸗ blieben war. Dieſe Zögerung, welche nicht natürlich war, gab mir zu vielen Gedanken Anlaß; aber ich konnte bei keinem ſtehen bleiben. Ich wußte nur, daß ich Alles zu fürchten hatte, und dieſe Gewißheit bewog mich zu der größten Anſtrengung, um meinen Geiſt in eine ruhige Stimmung zu bringen, vermöge welcher ich dem mir dro⸗ henden Unglück würde widerſtehen können.

Außer den Bleikammern und den Vieren hatten die Staats⸗Inquiſitoren noch neunzehn ſcheusliche unterirdiſche Gefängniſſe in demſelben herzoglichen Palaſte, gräßliche Gefängniſſe, welche für die Unglücklichen beſtimmt ſind, die 1*