Teil eines Werkes 
5. Bd. (1850)
Entstehung
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geäußert, daß er gern 1000 Louisd'ors bezahlen würde, um zu erfahren, wie ſie die Wahrheit entdeckt. Wenn Sie die⸗ ſelben gewinnen wollen, ſagte ſie zu ihm, ſo werde ich ihm

Alles erzählen.

Nein, nein, Madame, ich bitte Sie.

Ich fürchtete in eine Falle zu gerathen. Ich kannte die Art des Marſchalls und das Abenteuer von dem Loche in der Wand, durch welches dieſer Herr zu der Dame ge⸗

langte, war in ganz Paris bekannt; und ſelbſt Herr de la

Popelinièere hatte dazu beigetragen die Sache öffentlich zu machen, indem er ſich weigerte, ſeine Frau wieder auf⸗ zunehmen, welcher er eine Rente von jährlich 12,000 Fres. ausſetzte.

Die Frau Herzogin von Chartres hatte über dies Er⸗ eigniß reizende Couplets gemacht; aber außer ihrer Coterie waren ſie nur dem Könige bekannt geworden, welcher die⸗ ſelbe ſehr liebte, obwohl ſie zuweilen auch auf ihn ihre

Pfeile abſchloß. Eines Tages fragte ſie ihn z. B. ob es

aandere Perſonen, betrachten das Gemälde, fangen an zu la⸗ chhen uund ſagen: Das iſt das Werk eines Schülers. Ich ſchielte nach meinem Bruder hin, der neben mir ſaß: er

wahr wäre, daß der König von Preußen nach Paris kom⸗

men würde. Als ihr Ludwig XV. antwortete, daß das

Gerücht nur eine müßige Erfindung wäre, erwiederte ſie:

Das thut mir ſehr leid, denn ich vergehe vor Luſt einen Kö⸗ nig zu ſehen.

Mein Bruder, welcher mehrere Gemälde vollendet hatte, entſchloß ſich, ſte Herrn von Marigni zu überreichen, und eines ſchönen Morgens begaben wir uns zu dieſem Herrn, welcher im Louvre wohnte, wo ihm alle Künſtler ihre Aufwartung machten. Wir ſtanden in einem an ſein Zimmer gränzenden Saale, und warteten, da wir zuerſt ge⸗ kommen waren, daß er herauskäme. Das Gemälde war

aufgeſtellt: es war eine Schlacht im Geſchmacke Bour⸗

guignon's.

Die erſte Perſon, welche vor dem Gemälde ſtehen bleibt, betrachtet es aufmerkſam und entfernt ſich mit den Wor⸗ ten: Es iſt ſchlecht. Einen Augenblick darauf kommen zwei