Teil eines Werkes 
5. Bd. (1850)
Entstehung
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mitgebracht. Hierauf das Wort an mich richtend, nannte

ſie mir mit edler, aber ſehr huldvollen Miene alle Schwie⸗ rigkeiten, welche ſie in den von mir ertheilten Antworten, die ſie in der Hand hielt, fände. Ich zeigte zuerſt einige Verlegenheit darüber, daß die Fragen von Ihrer Hoheit wä⸗ ren, ſodann ſagte ich, ich verſtände wohl, die Cabbala zu machen, aber ich verſtände nicht, ſie zu deuten; ſie müßte neue Fragen ſtellen, welche geeignet wären, die Antworten aufzuklären. Sie ſing ſogleich an, Alles aufzuſchreiben, was ſie nicht verſtand, und was ſie wiſſen wollte.

Madame, Sie müſſen die Güte haben, die Fragen zu trennen, denn das cabbaliſtiſche Orakel beantwortet nicht zwei Fragen auf einmal.

Nun gut, ſo ſtellen Sie ſelbſt die Fragen.

Ihre Hoheit wird entſchuldigen, es muß Alles von Ih⸗ rer eigenen Hand geſchrieben ſein. Denken Sie ſich, Ma⸗ dame, daß Sie zu einem Geiſte ſprechen, welcher alle Ihre Geheimniſſe kennt.

Sie begann nun ſieben bis acht Fragen aufzuſchreiben. Sie las dieſelben aufmerkſam und ſagte dann mit edlem und vertrauensvollem Ausdrucke: Mein Herr, ich möchte wohl ſicher ſein, daß Niemand erfährt, was ich hier aufge⸗ ſchrieben habe.

Madame kann auf meine Ehre rechnen.

Ich leſe aufmerkſam und ſehe, daß ihr Wunſch ver⸗ nünftig iſt; ich bin ſogar der Anſicht, daß, wenn ich dieſe Antworten in die Taſche ſtecke, ich Gefahr laufe, ſie zu ver⸗ lieren und mich bloßzuſtellen. Ich brauche nur drei Stun⸗ den, Madame, zu dieſer Arbeit, und ich will, daß Ihre Ho⸗ heit ruhig ſein ſoll. Wenn dieſelbe zu thun hat, ſo kann ſie mich allein laſſen, vorausgeſetzt, daß mich Niemand ſtört. Sobald ich zu Ende ſein werde, werde ich Alles verſiegeln, und Ihre Hoheit möge nur die Güte haben, mir zu ſagen, wem ich die Sache übergeben ſoll.

Mir ſelbſt, oder Frau von Polignac, wenn Sie dieſe kennen..

Ja, Madame, ich habe die Ehre, ſie zu kennen. Die Herzogin übergab mir ein kleines Feuerzeug,