Teil eines Werkes 
5. Bd. (1850)
Entstehung
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Sache, an welcher mir nichts gelegen war.

Sie wollten ſich alſo auskleiden?

Gewiß.

Welche Idee! wir haben keine Betttücher.

Du ſchläfſt alſo in voller Kleidung? d

O, durchaus nicht.

Nun, ſo lege Dich wie gewöhnlich nieder, und ich ſchenke Dir den kleinen Thaler.

Weshalb denn?

Ich will Dich in dieſem Zuſtande ſehen.

Sie thun mir aber auch nichts?

Nicht das Geringſte.

Sie legt ſich auf den elenden Strohſack und deckt ſich mit einem alten Vorhange zu. In dieſem Zuſtande ver⸗ ſchwindet jede Idee an die Lumpen, und ich ſehe nur noch eine vollkommene Schönheit; aber ich wollte ſie ganz ſehen.

Ich ſchicke mich an, meine Neugierde zu befriedigen; aber ſie leiſtet Widerſtand; ein Thaler von ſechs Franks macht

ſie indeß gelehrig, und da ich keinen andern Fehler an ihr entdecke, als den gänzlichen Mangel aller Reinlichkeit, ſo fange ich an, ſie mit meinen Händen abzuwaſcheu.

Du wirſt mir erlauben, theurer Leſer, eine eben ſo einfache wie natürliche Kenntniß bei Dir vorauszuſetzen, daß

naämlich die Bewunderung in dem hier angeführten Genre

von einer andern Billigung unzertrennlich iſt; glücklicher und natürlicher Weiſe fand ich die kleine Morphi geneigt, Alles mit ſich machen zu laſſen, ausgenommen die einzige Sie ſagte, daß ſie mir das nicht geſtatten würde, da dies nach dem Ur⸗ theile ihrer Schweſter fünfundzwanzig Louisd'ors werth wäre. Ich erwiederte, daß wir ein andermal über dieſen Hauptpunkt handeln würden, und daß er für den Augen⸗ blick unberuhrt bleiben ſollte. Als ſie hierüber beruhigt war, ſtand alles Uebrige zu meiner Verfügung, und ich

iges Talent.

hen verdient. Ehe ich fortging, ſagte ſie, ſie wuͤrde,

entdeckte bei ihr ein ſehr vollkommenes, wiewohl frühzeiti⸗

eine Helene brachte getreulich ihrer Schweſter die es, welche ich ihr gegeben und erzählte ihr, wie