Teil eines Werkes 
4. Bd. (1850)
Entstehung
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und zwar ſo aufrichtig, da

urde. Es war ein Mädchen, welches der Prinz Adelaide nafflte und ausſtattete. Nach dem Tode ſeines Vaters, des Herzogs von Valentinois, verließ der Prinz ſie gänzlich, um Fräulein von Brignole, eine Genueſerin, zu heirathen, und Caroline wurde die Meütreſe des Grafen de la Marche, jetzigen Prinzen von Conti. Coraline lebt nicht mehr, eben⸗ ſowenig wie ein Sohn, welchen Sie von demſelben hatte und welchen der Prinz zum Grafen von Montreal ernannte.

Die Frau Dauphine kam mit einer Prinzeſſin nieder, welche den Titel Madame de France erhielt.

Im Auguſt fand im Louyre die Gemäldeausſtellung der Maler der königlichen Malerakademie ſtatt, und da ich auf derſelben kein Schlachtengemälde erblickte, ſo kam ich duf den Gedanken, meinen Bruder nach Paris zu berufen.

Er war in Venedig und hatte offenbar Talent für dieſes

Genre. Da Paroſſelli, der einzige Schlachtenmaler, welchen Frankreich beſaß, geſtorben war, ſo glaubte ich, daß Franz hier fortkommen und ſein Glück machen könnte. Ich ſchrieb demgemäß an Herrn Grimani und meinen Bruder und überzeugte ſie; nichts deſto weniger kam er erſt im Anfange des nächſten Jahres nach Paris.

Ludwig XV., welcher leidenſchaftlich die Jagd liebte, war gewohnt, jedes Jahr ſechs Wochen in Fontainebleau zu verleben. Um die Mitte November war er immer wie⸗ der in Verſailles. Dieſe Reiſe koſtete ihm oder vielmehr Frankreich fünf Millionen. Er nahm Alles mit ſich, was zum Vergnügen der auswärtigen Geſandten und ſeines Ho⸗ fes dienen konnte. In ſeinem Gefolge waren die franzöſi⸗ ſhen und italiäniſchen Schauſpieler und die Mitglieder der Oper.

Während dieſer ſechs Wochen war Fontainebleau glän⸗ zender als Verſailles, nichts deſto weniger ſtellten die Opern, das franzöſiſche und italiäniſche Theater in Paris ihre Vor⸗ ſtellung nicht ein, ſo zahlreich war das Perſonal derſelben.

Der Vater Balletti's, welcher ſeine Geſundheit wieder⸗ erlangt hatte, ſollte mit Sylvia und der ganzen Familie

ebenfalls den Hof begleiten. Sie luden mich ein, mit ihnen