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zur Schiedsrichterin meines und Ihres Schickſals macht. Soll ich, um Sie zu überzeugen, daß ich Sie liebe, wie ein Pinſel Ihnen zu Füßen ſtürzen, und Sie weinend bitten, ſich meiner zu erbarmen? Nein, Madame, das würde Ihnen gewiß mißfallen, und zu nichts führen. Da ich weiß, daß ich im Stande bin, Ihr Herz zu verdienen, ſo fordere ich Liebe und nicht Mitleid von Ihnen. Verlaſſen Sie mich, wenn ich Ihnen mißfalle, und laſſen Sie mich abreiſen, denn wenn Sie aus Menſchlichkeitsgefühl wünſchen, daß ich Sie vergeſſe, ſo erlauben Sie, daß ich fern von Ihnen mir dieſe Bemühung zu erleichtern ſuche. Wenn ich Ihnen nach Parma folge, kann ich nicht für mich ſtehen, denn ich würde dann in einer Art von Verzweiflung ſein. Denken Sie ge⸗ genwärtig nach; ich fordere es als eine Gnade von Ihnen, und Sie werden einſehen, daß Sie ein unverzeihliches Un⸗ recht gegen mich begehen würden, wenn Sie zu mir ſagten:
Kommen Sie nach Parma, obwohl ich Sie erſuche, mich
nicht zu beſuchen. Geſtehen Sie ein, daß Sie mir ſo etwas nicht ſagen können, wenn Sie billig ſein wollen. Ich geſtehe es ein, wenn Sie mich wirklich lieben. Gott ſei gelobt! Ja, ſeien Sie überzeugt, daß ich Sie ſehr aufrichtig liebe. Wählen Sie nun und ſprechen Sie. Immer in demſelben Tone? Ja. Aber wiſſen Sie auch, daß Sie ſehr zornig ausſehen? Nein, denn das iſt nicht der Fall; ich bin nur in einer
Art Parorysmus, im Gefühle des entſcheidenden Augen⸗
blicks und in einer ſchrecklichen Ungewißheit. Ich muß dafür mein ſeltſames Geſchick und die verdammten Sbirren in Ceſena verantwortlich machen, denn ohne dieſe würde ich Sie nicht geſehen haben. Sie bedauern alſo, daß Sie mich kennen gelernt haben? Und habe ich nicht Grund dazu? Durchaus nicht, denn ich habe noch nicht entſchieden. Ich fange an leichter zu athmen, denn ich wette, daß Sie mich auffordern werden, Ihnen nach Parma zu folgen. Ja, kommen Sie nach Parma.
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