Teil eines Werkes 
4. Bd. (1850)
Entstehung
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erwachte, wünſchte ich ihm eine gute Nacht, und legte mich zu Bette mit einem Herzen voll Liebe und einem Kopfe voll Pläne. Ich ſah, daß Alles die günſtigſte Wendung nahm, und ich war überzeugt, daß ich zum Zwecke gelangen würde, denn ich war dreiundzwanzig Jahre alt, erfreute mich der glänzendſten Geſundheit, hatte Gold und viel Kühnheit. h Abenteuer erſchien mir um ſo köſtlicher, als die Lö⸗ ung des Knotens binnen drei oder vier Tagen erfolgen mußte.

Am folgenden Tage ging ich frühzeitig zum Grafen Dandini, dem Beſitzer des Wagens, und als ich bei dem Laden eines Goldſchmidts vorüberkam, kaufte ich ein paar gol⸗ dene Armbänder aus venetianiſchen Ketten, die eine jede fünf Ellen lang und von außerordentlicher Feinheit waren. Dies Geſchenk beſtimmte ich Javotten.

Sobald der Graf Dandini mich erblickte, erkannte er mich. Er hatte mich bei ſeinem Vater in Padua geſehen, welcher, als ich daſelbſt ſtudirte, einen Lehrſtuhl der Pan⸗ dekten inne hatte. Ich kaufte ihm den Wagen unter der Bedingung ab, daß er mir ihn durch meinen Sattler um ein Uhr Nachmittags in gutem Zuſtande zuſchicke.

Nachdem ich dieſen Kauf abgeſchloſſen, begab ich mich zu Franzia und erfüllte Javotte mit Freuden, als ich ihr die Armbänder gab. Kein Mädchen in Ceſena hatte ſchönere, und ich beruhigte mit dieſem Geſchenke mein Gewiſſen, denn ich bezahlte dadurch drei oder viermal die Ausgaben, welche ich ihrem Vater während meines Aufenthalts bei ihm ver⸗ urſacht hatte. Ich ließ den Vater ſchwören, auf mich zu warten und ſich nie angeblichen Magiern wegen der He⸗ bung des Schatzes anzuvertrauen, wenn er mich auch in zehn Jahren nicht wiederſehen und keine Nachricht von mir erhalten ſollte; denn, ſagte ich, nach der Abkunft, welche ich mit den Gnomen, die den Schatz bewahren, getroffen, wird 1 der Kaſten beim erſten von einem Andern gemachten Ver⸗ ſuche, doppelt ſo tief, d. h. fünfunddreißig Klaftern tie die Erde hinabſinken, und dann würde ich, um ihn an die

Oberfläche zu bringen, zehnmal mehr als jetzt zu thun ha Ich kann Ihnen die Zeit, wo ich zurückkehren werde,

nicht