Teil eines Werkes 
3. Bd. (1850)
Entstehung
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daß es Zeit wäre. Sie machte die Abwaſchungen, welche

ich am vorigen Tage bei ihr vorgenommen, bei mir mit

dem größten Eifer, und that dies mit aller Sanftheit und Anmuth, deren ſie fähig war. Ich brachte in dem Bade eine angenehme Stunde zu, Alles genießend, aber das Weſent⸗ lichſte verſchonend.

Da ihr meine Küſſe Vergnügen machten, ſo bedeckte ſie mich mit den ihrigen, als ſie ſah, daß ich es ihr nicht verbot. Entzückt, zu ſehen, wie ſie genoß, erleichterte ich ihr die Sache, indem ich zu ihr ſagte, das das Gelingen der magiſchen Operationen von dem Grade des Vergnügens abhänge, welches ſie fühle, ohne ſich Zwang aufzuerlegen. Sie machte die unglaublichſten Anſtrengungen, um mich zu überzeugen, daß ſie glücklich wäre, und wir verließen das Bad gegenſeitig ſehr zufrieden mit einander, ohne daß wir bi Grenze überſchritten hätten, die ich mir ſelbſt geſteckt

atte.

Als wir uns anſchickten zu Bette zu gehen, ſagte ſie: Sollten wir wohl die Sache verderben, wenn wir zu⸗ ſammen ſchliefen?

Nein, meine Theure, vorausgeſetzt, daß Du am Tage der großen Operation noch Jungfer biſt; weiter iſt nichts nöthig. Bei dieſen Worten warf ſie ſich in meine Arme, und wir verlebten eine reizende Nacht, während welcher ich Gelegenheit hatte den Reichthum ihres Temperaments und die Zurückhaltung des meinigen zu bewundern, denn ich war mäßig genug, um das Hinderniß, nicht zu durch⸗ brechen.

Ich ehlanhte einen guten Theil der folgenden Nacht mit Vater Franzia und mit Capitani, um mit eigenen Augen die Erſcheinungen zu ſchauen, von welchen der gute Bauer geſprochen hatte. Auf dem Balkon des Hofes ſte⸗ hend, hoͤrte ich deutlich unterirdiſche Stöße in gleichen Zwi⸗ ſchenräumen von drei bis vier Minuten. Der Lärm war dem eines ungeheuren Stöſels, welcher in einen bronzenen Mörſer hineingeſtoßen würde ähnlich. Ich nahm meine Pi⸗ ſtolen und ſtellte mich mit ihnen, eine Blentlaternè in der