Teil eines Werkes 
3. Bd. (1850)
Entstehung
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Sie ſich in den Beſitz aller im Kirchenſtaate verborgenen Schätze ſetzen.

Das iſt natürlich, denn der heilige Petrus hat die Schlüſſel dazu.

Sodann, indem Sie daſſelbe dem Papſte verkaufen, wenn Sie die Urkunden haben, die deſſen Aechtheit beglau⸗

igen.

Sie meinen das Pergament. Ohne dies würde ich es nicht gekauft haben. Ich habe daſſelbe.

Deſto beſſer. Um dieſes Meſſer zu erlangen, wird der Papſt ſicherlich Ihren Sohn zum Kardinal machen; aber Sie müßten auch die Scheide haben.

Ich habe ſie nicht; aber ſie iſt nicht nöthig. In jedem Falle werde ich eine machen laſſen.

Das geht nicht; wir brauchen die, in welche Petrus ſein Meſſer ſteckte, als der Heiland zu ihm ſagte: Mitte gladium tuum in vaginam*). Sie iſt vorhanden und be⸗ findet ſich in den Händen Jemands, der ſte Ihnen billig verkaufen kann, wenn Sie nicht anders ihm das Meſſer ver⸗ keaufen wollen, denn die Scheide ohne das Meſſer hilft ihm ebenſo wenig, wie Ihnen das Meſſer ohne Scheide.

Und was würde ich dafür bezahlen müſſen?

Tauſend Zechinen.

Und was würde er für das Meſſer geben?

Tauſend Zechinen, denn dieſes iſt ſo viel werth, wie jene Scheide.

Der Kommiſſarius ſieht ganz verdutzt ſeinen Sohn an und ſagt zu ihm mit magiſtraliſchem Tone: nun, mein Sohn; würdeſt Du wohl je geglaubt haben, daß man mir für dieſes Meſſer tauſend Zechinen bieten könnte? Er öffnete nun ein Schubfach und zog aus demſelben ein beſchriebenes Pergament hervor. Es war in hebräiſcher Sprache geſchrie⸗ den, und das Meſſer war darauf abgezeichnet. Ich that ſo, als ob ich es bewunderte, und rieth ihm zuletzt nachdrück⸗ lich, die Scheide zu kaufen. 1

Es iſt weder nöthig, daß ich die Scheide kaufe, no) *) Stecke Dein Schwert in die Scheide.